Myome sind gutartige Tumoren der Gebärmutter, die bei vielen Frauen im gebärfähigen Alter auftreten. Obwohl sie in den meisten Fällen keine Symptome verursachen, können sie bei einem Kinderwunsch eine Rolle spielen. In diesem Artikel erfährst du, wie Myome die Fruchtbarkeit beeinflussen können, welche Arten besonders relevant sind und welche sanften, aber wirksamen Therapien zur Verfügung stehen.
Was sind Myome und wie häufig kommen sie vor?
Myome (auch Uterusmyome genannt) entstehen aus Muskelzellen der Gebärmutterwand. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumoren bei Frauen im gebärfähigen Alter – etwa jede dritte Frau ist betroffen, viele davon unbemerkt.
Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt, aber hormonelle Einflüsse (vor allem Östrogene), genetische Faktoren und ethnische Herkunft spielen eine Rolle.
Arten von Myomen:
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Submuköse Myome: wachsen in die Gebärmutterschleimhaut hinein – besonders relevant für die Fruchtbarkeit.
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Intramurale Myome: befinden sich in der Muskelschicht der Gebärmutter.
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Subseröse Myome: wachsen nach außen, zur Bauchhöhle hin – meist weniger problematisch.
Wie beeinflussen Myome die Fruchtbarkeit?
Nicht alle Myome beeinträchtigen die Fruchtbarkeit, doch bestimmte Lagen und Größen können die Chancen auf eine Schwangerschaft deutlich senken.
1. Beeinträchtigung der Einnistung
Submuköse und große intramurale Myome können die Form der Gebärmutterhöhle verändern, was die Einnistung eines Embryos erschwert oder unmöglich macht.
2. Hormonelle Dysbalance
Einige Myome können das hormonelle Gleichgewicht in der Gebärmutter lokal stören – was den Zyklus beeinflussen oder chronische Entzündungsprozesse auslösen kann.
3. Erhöhtes Fehlgeburtsrisiko
Bestimmte Myome sind mit einem höheren Risiko für Fehlgeburten oder Frühgeburten verbunden, vor allem, wenn sie die Plazentabildung behindern.
4. Beeinträchtigung der Spermienpassage
Myome im Gebärmutterhalsbereich können den Zugang der Spermien zur Gebärmutter blockieren oder einschränken.
Diagnosemöglichkeiten bei Myomen
Eine frühzeitige Diagnose hilft, die Auswirkung auf die Fruchtbarkeit besser einzuschätzen.
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Vaginaler Ultraschall: Standardmethode zur Erkennung und Vermessung von Myomen.
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Hysteroskopie: ermöglicht eine direkte Sicht in die Gebärmutterhöhle – besonders hilfreich bei submukösen Myomen.
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MRT: bei sehr großen oder komplexen Befunden zur genaueren Beurteilung.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Kinderwunsch?
Die Therapie richtet sich nach der Art, Größe, Lage und den individuellen Kinderwunschplänen.
1. Myomentfernung (Myomektomie)
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Hysteroskopisch: bei submukösen Myomen – minimalinvasiv, schonend und oft ambulant.
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Laparoskopisch oder offen chirurgisch: bei größeren intramuralen oder multiplen Myomen.
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Häufig verbessert sich die Fruchtbarkeit nach erfolgreicher Entfernung deutlich.
2. Medikamentöse Behandlung
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GnRH-Analoga: vorübergehende Hormonblockade zur Verkleinerung der Myome.
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Meist als Vorbereitung auf eine OP oder zur Überbrückung, nicht dauerhaft einsetzbar bei Kinderwunsch.
3. Alternativen mit Vorsicht
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Embolisation der Gebärmutterarterien oder HIFU: eher nicht empfohlen bei Kinderwunsch, da sie die Gebärmutterschleimhaut schädigen können.
Fazit: Myome und Fruchtbarkeit – individuelle Lösungen schaffen neue Chancen
Myome sind keine unüberwindbare Barriere auf dem Weg zur Schwangerschaft. Mit einer präzisen Diagnose und der passenden, möglichst schonenden Therapie lassen sich gute Voraussetzungen für eine natürliche Empfängnis oder eine erfolgreiche Kinderwunschbehandlung schaffen. Moderne Medizin und individuelle Betreuung machen es möglich, trotz Myomen den Kinderwunsch zu verwirklichen – mit Vertrauen, Geduld und der richtigen Strategie.